Nachstehend bieten wir Ihnen lesenswerte Informationen aus unserem Gemeindeleben als pdf-Datei zum download.

Gemeinsamkeit in den Zeiten von Corona

Sonntag, den 14.Juni 2020 – Glücksmomente im Alltag

„Glück gibt es nur, wenn wir vom Morgen nichts verlangen und vom Heute dankbar annehmen, was es bringt, die Zauberstunde kommt doch immer wieder.“ Hermann Hesse

Wir alle sind froh und glücklich, dass wir in kleinem Rahmen wieder Gottesdienste feiern  und damit ein Stück Normalität zurückgewinnen können.
Gerne möchte ich Ihnen von zwei kleinen Glücksmomenten aus meinem Alltag erzählen:

Mit Vorliebe führen mich meine Spaziergänge durch die Weinberge in Richtung Felseneremitage. Seit vielen Jahren bedaure ich jedoch, dass ich nicht über die Brücke gehen kann, um vor dem Felsenkloster Platz nehmen und Einkehr halten zu können.
Vor wenigen Tagen brachte mir ein Freund eine Kopie eines Artikels im Öffentlichen Anzeiger. Dort war zu lesen, dass die VG Langenlonsheim-Stromberg den Ausbau des Fuß- und Radweges in Richtung Guldental in Angriff nehmen will. Zu meiner großen Freude ist in diesem Zusammenhang eine neue Brücke über den Guldenbach geplant.
Der zweite Glücksmoment ist mir am vergangenen Dienstag begegnet. Vor längerer Zeit hatte der Vorstand des damaligen Fördervereins Klais-Orgel beschlossen, ein E-Piano für das Gemeindehaus anzuschaffen. Anfang 2020 wurde aus dem Vorhaben ein konkretes Projekt. Seit fünf Tagen steht das „gute Stück“ im großen Saal unseres Gemeindehauses. Für mich ein Anlass der Dankbarkeit und Erinnerung an die gute Zusammenarbeit im Vorstand des Fördervereins.
Beide Momente sind für mich gute Beispiele für das kleine Glück im Alltag. Ich bin mir sicher, dass es auch bei Ihnen zauberhafte Momente gibt, und ich wünsche Ihnen viele solcher Glücksmomente in Ihrem Alltag.

Habt euch wohl!
Jutta Hund
Presbyterin

Sonntag, 7. Juni 2020 Lockerungen

Ich freue mich über die Lockerungen die es zur Zeit gibt.
Man kann sich mit der Familie treffen und mit Freunden wieder einen gemütlichen Abend verbringen.

Letzte Woche habe ich mit meinem Mann eine Radtour nach Bingen zum Rhein gemacht, dort gönnten wir uns in der Vinothek ein Glas Wein,  saßen draußen in der Sonne und genossen den Mittag.
Es war wie im Urlaub.
Fast alle Leute sind den Hygienevorschriften gefolgt. Das war schön zu sehen und wichtig, damit wir nicht eine
2. Coronawelle bekommen.Wir tragen ja alle die Verantwortung dafür.
Es gibt allerdings Mitmenschen, die immer was zu beanstanden haben und sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen.
Ich finde man kann sich an die neuen Vorschriften gewöhnen, es ist gar nicht so schlimm und sie sind auch praktikabel. Nur so haben wir die Chance, dass es irgendwann mal wieder so werden kann wie vor Corona.
Sich beim Begrüßen mal wieder zu umarmen, einen warmen Händedruck zu spüren und etwas näher beieinander sitzen, das möchten wir doch alle.
Unser Leben kann so schön sein, auch mit Mundschutz, Händedesinfektion und Abstand halten.

Macht doch bitte alle mit.

Corina Hoffmann, Mitglied der Frauenhilfe TP Frau

Pfingstsonntag, 31.Mai 2020

“Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.“ Apostelgeschichte (2,1)

Vergangene Woche dachte ich mir, es sei doch mal wieder ganz nett einen Einkaufsbummel zu machen, sich in ein Café zu setzen, eine Tasse Tee zu geniessen und sich von Geschäft zu Geschäft treiben zu lassen, so wie vor Corona.
So wie „vorher“  war es aber nicht.
Vor den Cafés waren Absperrbänder, Desinfektionsstationen, Listen zum Eintragen. An den Türen der Geschäfte war zu lesen, wieviele Kunden gleichzeitig hinein durften bzw. wieviel Raum man sich gegenseitig zugestehen solle in den größeren Läden. Die Fussgängerzone war wenig belebt und es bummelten nur wenige Menschen.

Irgendwie hat mich das etwas traurig gemacht, denn mir wurde bewußt, es wird nicht mehr so sein wie „vorher“. Das ist bezogen auf den Einkaufsbummel natürlich nicht tragisch. Jeder von uns hat schon einmal erfahren, dass sich schöne Erlebnisse und Begebenheiten nicht reproduzieren lassen, oder ein wunderbares Fest mit Freunden nicht wiederholt werden kann. Die Zeit bewegt sich vorwärts und nicht rückwärts, wir sind ein Teil dieser Zeit und dafür verantwortlich sie zu gestalten.

So erleben wir auch dieses Pfingstfest in anderer Art und Weise.

Unsere Gottesdienste im Freien vor der Kirche sind ein neues und angenehmes Erlebnis. Im Freien wirkt die gebotene Distanz nicht so bedrückend wie im Innern der Kirche, wo gesperrte Kirchenbänke sie hervorheben.

Trotz Corona waren wir alle an einem Ort wie in der Apostelgeschichte, anders als gewohnt, aber vereint. Ich bin davon überzeugt, wir schaffen es den Alltag umzugestalten und uns wieder wohl zu fühlen. Wir brauchen auf jeden Fall einen langen Atem, um unser Leben neu zu formen und andere Wege zu finden.
Den nächsten Einkaufsbummel werde ich anders angehen, mal sehen was daraus wird.

Laßt uns Atem holen und loslegen, dann bleiben wir gesund, auch im Geiste.

Marion Pöhlmann-Münch
Presbyterin