An(ge)dacht

Lachen Sie oft? Richtig laut und aus vollem Herzen. Nicht gekünstelt oder schadenfroh, sondern aus lauter Freude. 

Der Volksmund sagt: „Lachen ist die die beste Medizin“ und medizinische  Studien belegen das. Herzhaftes Lachen regt das Immunsystem an, versorgt Gehirn und Körper besser mit Sauerstoff und die Psyche wird positiv beeinflusst. 

In diesen Tagen hat das Lachen wieder Hochkonjunktur – an Fastnacht.

Fröhlichkeit, Lachen und Humor sind heilsame Begleiter unseres Lebens. Das wussten auch schon die alten Griechen. Bei ihnen galt Humor als Göttergabe. Und auch in der Bibel lesen wir: „Ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben und seine Freude verlängert das Leben.“ (Jesus Sirach, 30,8). Nun ist das ein Text, der nicht zu den Schriften gehört, die in die Lutherbibel aufgenommen wurden. 

Der evangelischen Kirche sagt man ja nach, dass es bei ihr zu ernst zugeht. Dort würde Lachen als störend oder unangebracht empfunden. Ein Glück, dass in unsere Gemeinde viel gelacht wird – in den Gruppen und Kreisen und natürlich im Kindergarten. 

Schade eigentlich, dass Kirche das Image hat, das es da nichts zu lachen gibt, denn was wäre die christliche Botschaft, die frohe Botschaft, ohne Freude. 

Ein schöner Brauch ist deshalb das Osterlachen. Im Mittelalter und auch in der orthodoxen Kirche bis heute  gehört es auf jeden Fall dazu, dass die Gemeinde an Ostern zum Lachen gebracht wird. 

Manchmal ist es einem jedoch gar nicht zum Lachen zu Mute  und  auch dann ist man bei der Kirche richtig. Das Leben ist nicht immer nur Spaß und Freude. Dem trägt die Passionszeit Rechnung. „Lachen oder Weinen wird gesegnet sein“ heißt es im Gesangbuchlied 170. Doch Gott ist es, der uns Menschen wahre Freunde schenken will und uns durch dunkle Täler wieder zum Lachen führt. 

Im kommenden Vierteljahr wird es viel Grund zur Freude geben. Zuerst wird in einigen Gruppen Fassnacht gefeiert.

Am 31. März feiern wir Jubiläumskonfirmation. Ein solcher Tag ist ein Grund zur Freude und zur Dankbarkeit. 

Wir feiern Ostern und die österliche Freudenzeit. 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem beginnenden Frühjahr immer wieder die Lust und Freude am Leben spüren, denn, um es mit Martin Luther zu sagen, „Wo Glaube ist, da ist auch Lachen.“ 

Herzliche Grüße Ihre Pfarrerin

Ute Bock